Als zweites Spiel unseres MAILÄNDER AUSFLUGES wurde das Spitzenspiel CFC GENUA gegen CALCIO FROSINONE durch das Organisations-Team ausgewählt. Da aber dieses Spiel zeitgleich mit dem Sonntagsgebet im MAILÄNDER DOM stattfand, konnten nur die ungläubigen MBAUDACH, ABAUDACH, OREEK, MMOSER, und die Nordfraktion THANSEN, JGRÜNEBERG und TRÜDRICH in den Genuss der Spitzenklasse kommen.


GENUA, die italienische Hafenstadt und Hauptstadt der REGION LIGURIEN stand mit ihren 583.000 Einwohnern Kopf, als sie vom hohen Besuch aus Deutschland erfuhr. Entsprechend gesäumt waren die Straßen, sodass wir auf die Sehenswürdigkeiten , wie die Kathedrale SAN LORENZO mit ihrer weltberühmten schwarz-weiß gestreiften Fassade, der PIAZZA FERRARI mit den berühmten Brunnen aus Bronze und der Oper TEATRO CARLO FELICE aus Sicherheitsgründen verzichten mussten. Da auf der Hinfahrt bei Skat und Würfeln bereits unsere gesamten Getränkevorräte aufgebraucht wurden, mussten wir uns bei bestem Frühlingswetter direkt auf den Weg zum Kartenvorverkauf machen. Mitleidige Kioskbesitzer halfen uns vor den Verdursten; trotzdem kamen wir vollkommen entkräftet nach gefühlten Stunden am Stadion an (Luftlinie ca. 1500 m). Wie beim Härtetest der NVA zählte die Ankunftszeit des letzten Kämpfers, sodass wir Kamerad TRÜDRICH regelrecht über die Ziellinie ziehen mussten.


Während ABAUDACH und JGRÜNEBERG im besten Italienisch die vorher zu personifizierenden Karten beschafften, genossen die anderen Sportsfreunde am gegenüberliegenden leeren Flußbett den Blick auf ein Rudel von Wildschweinen, die wohl ähnlich verzweifelt wie wir auf eine Mahlzeit hofften ( 13 Bier gelten hier nämlich erst als Mahlzeit). Beim Einlass sprachen uns doch tatsächlich GENUESEN an, die vor einer Woche erst Magdeburg besucht hatten und entsprechend vor Ehrfurcht erstarrten. Das Spiel selbst begeisterte bei einer roten Karte mit einem torlosen Unentschieden. Trotzdem gaben sich einige hartgesottene Angriffslustig GENUESEN gegen mitgereisten FROSINONE-FANS laut und körperbetont, sodass trotzdem für gute Unterhaltung gesorgt war.


Nach dem Spiel stürmte die leicht angetrunkene Kämpferschar erst mal einen LIDL, den man ja aus GERMANIA kennt. Blind ohne lange zu suchen findet man hier die Getränketheke. Auf den Rückweg gab es nur einen Gesangsverein und der hatte das komplette Magdeburg – Repertoire drauf, was wohl am nächsten Tag in allen örtlichen Gazetten zu lesen war. Gut, das die Autobahnbrücke A 10 in Genua schon am 14.08.2018 eingestürzt war, sonst hätte sie wohl bei unseren Gesangskünsten nachgegeben. Obwohl Essen völlig überbewertet wird, mussten wir nun in einem Burger-Restaurant eine Verzehrpause einlegen, wo sich außer leckeren Burger auch volle Biergläser über unsere Hosen ergossen. Ist der Ruf erst ruiniert lebt es sich gut ungeniert. Also zurück zum Bahnhof, wo wir gerade noch unseren Zug schafften. Dank LIDL war unsere Marschverpflegung wieder gut sortiert und die Rückfahrt entsprechend lustig.


Aus Konzentrationsgründen wurde nun auf Spiele jeglicher Art verzichtet und jeder versuchte den anderen in dummen Sprüchen zu übertrumpfen, was die Mediziner unter uns sicher erfreut, da Lachen bekanntlich das Zwerchfell trainiert. Im Fluge also verging die Rückfahrt. Trotzdem haben wir den gesamten Getränkevorrat geschafft, sodass wir nun zum Rest der Truppe in unserer EDEL-PIZZERIA stießen, um die im Gebet geläuterte Resttruppe in die Arme zu nehmen um bis zum bitteren Ende auch dort unseren Mann zu stehen. JG