Budapest – Perle an der Donau – juchhu, die Nikschups kommen

Die kulturbesessenen, reise-, trinkfreudigen Nikschups lauern bereits sehnsüchtig auf den Startschuss zur Budapest-Tour.

Dank unserer kompetenten und unermüdlich arbeitenden Organisatoren, Tobi und Babsi, ist im Grunde genommen alles gerichtet und Budapest kann sich auf 28, mehr oder minder agile, sympathische blau(-weiße) Feierbiester freuen.

Zu feiern gab es auch, als unser OTTO der GROßE im Jahre 955 auf dem Lechfeld die einfallenden, jahrzehntelang Mitteleuropa plündernden Vorfahren der Budapester, die Magyaren, besiegte.

Wir können uns nun nach zahlreichen Recherchen ziemlich sicher sein, dass OTTO der GROßE nach der Schlacht ein Dekret erließ, in dem er von den Magdeburgern UNBESIEGBARKEIT und die GRÖßTEN der WELT zu sein, einforderte. Im Anschluss machte er, wie weitsichtig, Magdeburg zu einer der bedeutendsten Städte im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.

Somit ist nun endlich einmal klargestellt worden, auf welche Quellen sich der FCM-Nimbus der Magdeburger Jungs berufen kann.

Ab nach Budapest geht es am Freitag, 13.3.26 um 12:10 Uhr vom Terminal 2 in Berlin (Flug-Nr.: W6 2316), mit Ankunft um 13:40 Uhr, sofern das weltweit beliebte, streikfreudige Berliner Bodenpersonal und/oder Temperaturen unter 3°C und über 26°C einen Abflug nicht zu verhindern suchen.

Budapest ist die Hauptstadt von Ungarn, mit einer Fläche von 522km2, vergleichbar mit Möckern (524km2) und zählt rund 1,7 Millionen Einwohner.

Budapest liegt beiderseits der Donau, wobei Buda im Westen (Fischerbastei) hügelig und Pest (Parlamentsgebäude) im Osten eher flach ist.

Schon ab der Römerzeit war Budapest besiedelt. Ab dem Jahre 106 lag hier die die römische Siedlung Aquincum, Den Römern folgten Hunnen, Slawen, Mongolen, Osmanen, Habsburger, also spricht man von einem bunten Völkergemisch.

Das spätere Königreich Ungarn entwickelte sich aus der Landnahme des Karpatenbeckens eines magyarischen Stammesbundes, bestehend aus den 7 Gründungsstämmen der Ungarn im Jahr 895/896, die aus dem Osten der Karpaten kamen.

Im Mittelalter war besonders Buda eine bedeutende Residenzstadt der ungarischen Könige, bevor die Region 1541 unter die Herrschaft des Osmanisches Reich fiel.

Nach der Rückeroberung durch die Habsburger nach erfolgreicher Belagerung im Jahre 1686 durch eine ca. 75.000 Mann starkes christliches Heer, wurde die Stadt Teil der Habsburgermonarchie und erlebte im 19. Jahrhundert einen rasanten Aufschwung. Mit dem Ausgleich von 1867 wurde Budapest neben Wien zur zweiten Hauptstadt von Österreich-Ungarn.

Budapest entstand offiziell erst am 17. 11.1873, durch die Vereinigung der zuvor eigenständigen Städte Buda, Pest und Óbuda. Die Einwohnerzahl im gesamten Stadtgebiet versiebenfachte sich zwischen 1840 und 1900 und stieg auf rund 730.000. 

Als Folge des  Auflösung der Österreichisch-Ungarischen Monachie nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg am 31.10.1918 verlor Ungarn fast drei Viertel seines Reichsgebiets.

Als Verbündeter der Deutschen im Zweiten Weltkrieg kapitulierten Deutsch-Ungarische Truppen nach heftigen Kämpfen am 13.2.1945, wobei allein im Budapester Stadtgebiet mehr als 160.000 Soldaten und Zivilisten ihr Leben ließen.

Danach folgte die Zeit des Sozialismus, mit einem Volksaufstand am 23.10.1956 (ab 1989 Nationalfeiertag), dem mehr als 1.000 Personen zum Opfer fielen.

Kurz vor den ersten freien Wahlen 1989 erlebte Budapest den letzten großen Einwanderungsansturm. Dieser wurde ab Mai 1989  durch Bürger der Deutschen Demokratischen Republik ausgelöst, als Ungarn als Einfallstor in die Bundesrepublik Deutschland genutzt wurde und nicht nur wie in den Jahren zuvor, mit alljährlichen, sommerlichen Belagerungen von Budapest durch Jesus-Latschen Träger endete.

Budapest 1982 – Belagerer verschanzen sich in ihrer nächtlichen Stellung

Doch nun zurück zu unserer Kultur-Erlebnistour. Direkt am Flughafen wartet auf der Hinfahrt alle 6 Minuten der Airport Express-Bus 100E, um uns in weniger als 45 Minuten, auf bequemste, ins Herz von Budapest, wo unsere Wohlfühloase liegt.

Wenn du viel in der Stadt unterwegs bist, lohnt sich das 72 hour Budapest Travel Card für 5.750 Forint ca. 17,75€ bei unterstelltem Wechselkurs von 1 Euro = 370 Forint.

Fahrtroute zum Hotel (Google maps)
Details Hotelfahrt (Google maps)

Details findet ihr auf der Webseite https://bkk.hu/en/journey-planning/maps/daytime-public-transport/.

Die 72 hour Budapest Travel Card inkl. Zubuchung reduzierter Tickets für den Flughafenbus (1.000 Forint/Fahrt – ansonsten = 2.500 Forint ca. 6,75€) kann über ein Add-On der BudapestGO App gekauft werden, die sowohl im Android- als auch Apple-Shop problemlos geladen werden kann.

Ein Einzelticket für Budapest ÖPNV kostet 500 Forint-ca. 1,35€) und ist für den Flughafentransfer nicht gültig.

Wichtig sicherlich der Tipp an Mosi. Personen ab 65 Jahren können oft sogar kostenlos fahren – auch mit dem Flughafenbus 100E, aber nur, wenn sie die entsprechenden Nachweise haben (denke Dokument oder Bild/Anblick sollte reichen).      

So können wir, kaum dem First-Class Flug mit Wizz-Air entstiegen, den ersten Hotel-Drink dann spätestens um 14:15 Uhr in die ausgedörrten Kehlen fließen lassen.

Es war unglaublich, wie unsere Organisatoren, nach eindeutigem Votum, dieses Hotel-Träumchen, noch im letzten Moment haben für uns sichern konnten.

Unser Hotel „K+K Opera“ liegt sensationell zentral in der Révay utca 24 (1065 Budapest) und ist telefonisch unter +36 1 269 02 22 jederzeit erreichbar. 

K+K Opera (Booking.com)
K+K Opera (Booking.com)

Das K+K Opera besticht allein schon durch Lage, Lage, Lage. Die St.-Stephans-Basilika ist 450 Meter, die Kettenbrücke 1 km, die nächste U-Bahn-Station (Station: Opera der Linie M1) ebenso wie die zum UNESCO-Welterbe gehörende historische Andrássy-Allee nur 100 Meter entfernt.

Selbst dem verwöhnten Reisenden wird es die Tränen in die Augen schießen lassen, wenn an der Bar, erlesene vegane, vegetarische oder prozentuale Getränken eingenommen werden und der Gaumen beim Frühstück von den exzellenten, meisterhaft zubereiteten Speisen umschmeichelt wird.

Auf ein wichtiges Manko sei jedoch hingewiesen. Bügeleisen und Bügelbrett gibt es evtl. in einigen Zimmern nur auf Anfrage.

Doch denkt daran, eine Zeit-Guillotine hängt über der Bar. Bereits 18:30 Uhr beginnt das Spiel der UNBESIEGBAREN gegen das Igitt-Kaff, bei dem alle Nikschups zusammen, in Blau-Weiß, den Sieg Live in einer Kneipe feiern werden.

Peter wird unzweifelhaft mit seinem unnachahmlichen Anklatschen das Aufbruchssignal im K+K Opera rechtzeitig einfordern.

Babsi hat, welche unfassbare Leistung, auch gleich eine passgerechte Lokalität zur Live-Übertragung unserer GRÖßTEN für die, wohl dann schon Freude- und Siegestrunkenen Nikschups, reserviert.

Die nur 15 Fußminuten entfernte, bis 23:30 Uhr geöffnete, Sportsbar „Champs Sport Bar“ (20 Dohány, 1074, Tel. +36 1 413 1655). Zur Klärung des mitzuführenden Portemonnaies-Inhalts hier die derzeitigen Bierpreise (angenommen: Wechselkurs von 1 Euro = 370 Forint). Ein Blick in die vollständige Speise und Getränkekarte kann bereits jetzt genommen werden auf der Webseite https://champs.hu/en/food-drinks/.

Champs-Weg vom Hotel (Google street v.)
Champs – Eingang (Google street view)
Champs – Auszug aus Getränkekarte

Wenden wir uns nun, nach dem frenetisch gefeierten Sieg, den „Must see“ von Budapest zu.

Budapest zieht jedes Jahr ca. 8 Mio Touristen, davon ca. 87,5% aus dem Ausland an und glänzt gleich dreifach auf der UNESCO-Welterbe-Liste mit den Donauufern, dem Burgviertel und der Andrássy-utca (Straße).

Alle aufgelisteten Sehenswürdigkeiten können von unserem Hotel sehr gut zu Fuß oder mit dem gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr, in Gänze besucht werden.

Einbezogen in das Zeitmanagement sind dabei natürlich ausführliche, und des Öfteren zwingend erforderliche Stopps in Kocsma oder Étterem (Kneipe oder Restaurants).

  1. Parlamentsgebäude (Országház) – geöffnet täglich von 8:00 – 16:00 – Eintritt 7.000 Forint (ca. 19€) am Kossuth Lajos tér 1‑3. Achtung: Alle Karten auf der offiziellem Webseite sind bereits ausverkauft (https://jegymester.hu/production/480000/budapest-parliament-visit). Ein prachtvolles, imposantes Neo‑Gotik-Gebäude (1885-1904), direkt an der Donau gelegen, mit prunkvollen Innenräumen und in der die ungarische Krone aufbewahrt wird.
  2. Burgpalast (Budavári Palota) – auf dem Burgberg (UNESCO-Welterbe), ist die ehemalige Residenz der Apostolischen Könige von Ungarn (1265–1918) und beherbergt Museen wie die Ungarische Nationalgalerie (mit einer imposanten Sammlung von Gemälden französischer Meister des 19. und frühen 20. Jahrhunderts) und das Historische Museum Budapest. Von hier hat man einen phantastischen Blick auf die Donau und die Stadt.
  3. Fischerbastei (Halászbástya), neo‑romanische Terrasse mit sieben Türmen, die die sieben Stämme Ungarns symbolisieren. Bei gutem Wetter immer für ein Päusschen von 1 bis 2 Weinen gut, direkt danebengelegen
  4. Die Matthiaskirche (Mátyás-templom), wunderschöne gotische Architektur beginnend 1255, bunte Dachziegel und aufwendige Innenausstattung. Hier fanden Krönungen ungarischer Könige statt. Der Eintritt beträgt 3.400 Forint (ca. 9€). Und in Wurfweite unseres Hotels
  5. St.-Stephans-Basilika (Szent István-bazilika), eingeweiht im Jahr 1905, die größte Kirche Budapests, benannt nach dem ersten König von Ungarn und mit beeindruckender Kuppel (von dort imposanter Panoramablick) und innen mit prunkvollen Kunstwerken und Reliquien.
  6. Andrássy-Straße, elegante Prachtstraße (UNESCO) mit seinem Jugendstil-Villen, Luxusboutiquen und Cafés.
  7. Babsies „favourite“ sein geliebtes Opernhaus (Magyar Állami Operaház) , 1875 und 1884 errichtet und gilt als eines der schönsten Opernhäuser der Welt. Von Babsi und den Nikschups werden dann bestimmt die die Wandgemälde in Treppenaufgängen und dem Zuschauerraum der Oper, welche von Bertalan SzékelyMór Than und Károly Lotz angefertigt wurden, ewig in Erinnerung bleiben. Wenn, wie Babsi es sich sehnsüchtig wünscht, auf dem Spielplan einer seiner geliebten ungarischen Komponisten Bela Bartok (1881-1945) oder gar der Hauptvertreter der sogenannten Silbernen Operettenära, Franz Lehar (1870-1948) mit seiner „Lustigen Witwe“ steht, dann werden bei Babsi sicherlich alle Dämme brechen.

Zudem seien noch erwähnt

Matthiaskirche (privat)
Von Fischerbastei Blick zum Parlament und Margareten-Insel (privat)
Fischerbastei (privat)

8. Kettenbrücke (Széchenyi Lánchíd), erbaut 1849 und insbesondere abends mit seiner Beleuchtung ein Muss,

# die Thermalbäder Gellért-Bad (9.1 Nähe Gellert Berg, Kelenhegyi út 4), und das Széchenyi-Heilbad (9.2 Állatkerti körút 9-11) am

# 10. Heldenplatz (Hősök tere), einem der eindrucksvollsten Plätze in Budapest, der 1896 zum 1000-jährigen Jubiläum der ungarischen Landnahme gestaltet wurde,

# 11. die Große Markthalle (Nagyvásárcsarnok) am  Vámház boulevard 1-3., Samstag von 6:00 bis 15:00 Uhr geöffnet (So geschlossen).

Burgberg mit Burgpalast (Google maps)
Oper-Innenraum (Google maps)

Auch eine geruhsame (eventuell abendliche) Donaufahrt könnte angedacht werden, gern mit der vollzähligen Nikschuptruppe, wozu der Hinflug für Abstimmungen genutzt werden sollte.

Doch nun kommen wir zum eigentlichen Höhepunkt unserer Fahrt nach Budapest (nachrangig zum FCM-Spiel), dem Besuch des Fußballspieles Ujpest UTE gegen Kisvarda FC.

Das lang ersehnte Knüller-Spiel der 1. Liga wird wahrscheinlich am Samstag um 14:30 (Anstoß-Zeit vor Ort nochmals überprüfen) angepfiffen.

Damit wir sorgenfrei zum Spiel in nur ca. 45 Minuten zum Stadion fahren können, so wird gemunkelt, haben die Organisatoren einen ganzen Block für uns reserviert, um nicht auf dem Schwarzmarkt Karten zu unverschämt hohen Preisen oder gar ungültige Tickets erwerben zu müssen. Richtig, denn bei solch einem Aufeinandertreffen im 12.670 Zuschauer fassenden Szusza Ferenc Stadion (Megyeri út 13) ist natürlich mit einem Ticketnotstand zu rechnen.

Anfahrt zum Stadion (Google maps)
Szusza Ferenc Stadion (Wikipedia)

Obwohl allen Nikschups gewiss bekannt, gestatte ich mir noch kurz einige Zeilen zu den beiden, bekannten, erfolgsverwöhnten Traditionsvereinen zu verlieren, um sich auf das epische Match nochmals mental einstimmen zu können.

Ujpest UTE, derzeitig nach dem 22. Spieltag (Stand: 19.2.) schon auf Position 8, der 12 Mannschaften umfassenden ungarischen Fußball-Liga „Nemzeti Bajnokság I“ (NB I = Nationale Meisterschaft I) trifft auf Kisvarda, die an Stelle 7 und keine 13 Punkte, also in Tuchfühlung, hinter dem führenden Györi ETO Fußball-Club liegen.

Ujpest UTE gehört historisch zu den erfolgreichsten Vereinen Ungarns, im Jahre 1885 gegründet und in Lila-Weiß spielend, hat 20 Meistertitel und 11 Pokalsiege errungen.

Nur Ferencvárosi TC, die am Montag, 16.3. spielen, hat mit 36 Meistertitel mehr vorzuweisen.

Ujpest UTE, wer kennt die Vereinslegenden nicht, wie den Stürmer Ferenc Bene (mehr als 300 Pflichtspieltore) oder den Abwehrchef Géza Mészöly, die in den 1960 – 1970 Jahren, der goldenen Ära von Ujpest, die Zuschauer europaweit entzückten.

Im aktuellen Kader, unter Sportdirektor Pal Dardai stehen bspw. solch Granaten wie der 27-jährige, in Ludwigsfelde geborene, Arne Maier (Trikot-Nr. 10) und der Portugiese Joao Nunes (Trikot Nr. 30), die bei fast jedem Scout auf dem Zettel stehen

Vielleicht nicht allen so präsent und wohlvertraut wie Ujpest ist der Gegner, der Kisvarda FC.

Dieser Club hat sich seit seinem Wiederaufstieg in höchste Spielklasse im letzten Jahr, dort offensichtlich problemlos, fest etabliert. 

Den größten Erfolg feierte der 1911 gegründete und in Rot-Weiß spielende Kisvarda FC in der Spielzeit 2021/22, als das Team den Vizemeister der NB I (1. Liga) wurde und dabei zumeist auf ein ausverkauftes Haus mit einer Kapazität von 2.850 Zuschauer, zählen konnte.

Das jetzige Starensemble wird angeführt von den beiden 30-jährigen Mittelfeldspieler Aleksandar Jovičić (Kapitän) und Rechtsverteidiger Branimir Cipetić, die sogar 2x bzw. 7x für die Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina aufliefen.  

Ich bin mir sicher, dass sich dieses Spitzenspiel bei allen anwesenden Nikschups ins Gedächtnis einbrennen wird, da wir professionellen, mit Finessen gespickten, Spitzenfußball erwarten dürfen.

Nur Neupi wird etwas nervös sein, da er ja für sich noch eine Bleibe für die Übertragung seiner „Alten Dame“ um 18:30 Uhr finden muss (ha, ho, he, der Hintern tut mir weh).

Für die anderen Nikschups kann dann, nach dem Siegestaumel im Stadion, voll aufs Gas getreten werden, um auch mal den Kopf von all der Kultur etwas frei zu bekommen.

Und wie der Nikschup es will, befinden wir uns im Grunde genommen im Epizentrum des Entertainments, in dem vorzugsweise ungarisch gesprochen wird.

Daher einige wichtige Vokabeln, die dem sprachbegabten Nikschup, spätestens nach einem Lockerungsgetränk, sicherlich flüssig über die Lippen rinnen.

Besonders beliebt für alle Art von Vergnügen sind das Jewish Quarter (beginnt ca. 300m südlich vom Hotel und die Gegend um den Deák Ferenc tér / Gozsdu Court (auch für Ein-, Zwei-, Vierbein-händige bei einer Distanz von 650m noch zu erreichen).

Die Preise sind im Vergleich zu westeuropäischen Metropolen oft günstiger, aber Achtung wohin man geht, denn wir wollen uns ja möglichst lange an vielen ungarischen Spezialitäten laben.

Sollte bei der Tour auch mal das Gefühl zur Speisenaufnahme gegenüber den Getränkeentzug überhand gewinnen, dann könnte man bspw. mit einer pikanten Halászlé (Fischsuppe), mit Paprika, typischerweise aus Süßwasserfischen wie Karpfen, starten.

Kein Weg wird dann an einem ungarischen Gulasch (Gulyás), einer würzigen Suppe oder Eintopf aus Rindfleisch, Paprika, Zwiebeln und Kartoffeln, vorbeigehen.

An einem anderen Tag sollten es Töltött káposzta (Kohlrouladen), gefüllt mit Hackfleisch und Reis, serviert in Tomatensoße, sein.

Als Streetfood-Snack geht Lángos immer, ein beliebter frittierter Hefeteig, oft mit Knoblauch, Sauerrahm und Käse belegt.

Interessant sind auch Hortobágyi palacsinta, Pfannkuchen gefüllt mit Fleisch (meist Rind oder Huhn) und Paprikasoße.

Zum Nachtisch nimmt man immer wieder gern eine Dobos-Torte, eine Schichttorte mit Schokolade, Karamell und Buttercreme, einfach ein ungarisches Dessert-Klassiker oder auch Kürtőskalács (Baumkuchen), ein süßer, außen karamellisierter Teig, rund auf Holzrolle gebacken und oft mit Zimt oder Nüssen serviert.

Als Getränke werden dem ermüdeten Nikschup hausgemachte Limonaden –Szörp– empfohlen.

Fittere Nikschups beginnen gewöhnlich ihre Getränketour mit einem Palinka, dem traditionellen ungarischen Obstbrand. Immer wieder gern genommen wird er in folgender Reihenfolge: Birne, Pflaume, Aprikose. Wer sich frühzeitig vom Palinka trennen kann, geht oftmals zum einheimischen Dreher-, Soproni-Bier über.

Wer sein verstärktes Interesse an der ungarischen Kultur zur Schau stellen will, greift zum Tokaji Wein, dem weltbekannten, süßen Weißwein aus der Tokaj-Region.

Falls jemanden etwas auf den Magen geschlagen ist, dann sollte ein sehr bitterer und aromatischer Unicum, ein Kräuterlikör, auch oft als Digestif genossen, Abhilfe schaffen.

In welche Lokalitäten es zu Abend geht, da sollte man Einheimische befragen, aber die sogenannten Ruin Bars (Romkocsma) sollten im Kazinczy-Kiez mit dabei sein.

Dies sind Bars in alten Gebäuden oder Hinterhöfen mit kreativer Einrichtung, (teilweise günstigen) Drinks und oft mit Live-Musik oder DJs, wobei hier nur Szimpla Kert (die legendäre Original-Ruin Bar mit vielseitigem Ambiente) und Ruin Bars Budapest Erwähnung finden.

Ruin Bars (Tripadvisor)
Szimpla Sonntags-Bauernmarkt
( Tripadvisor)

Wer die richtige Bar und Abschleppdienst am Sonntag erwischt hat, braucht sich am Montag früh nur noch etwas frisch zu machen, denn unser Rückflug (Flugnummer: W6 2315) hebt am Montag, 16.3. vom Budapester Flughafen (BUD 2B) um 10:05 Uhr ab.

Laut Vorschau steht uns der der Airport Express-Bus 100 E auf der Rückfahrt alle 12 Minuten vom „Deak Ferenc ter“ zur Verfügung.

Die Landung bereits um 11:35 in Berlin, wurde von den Organisatoren wohl von der Fluggesllschaft verlangt, um sicherzustellen, dass wir frühzeitig, in der Stadt „OTTO`s und der GRÖßTEN DER WELT“ sind.

Denn es wird gemunkelt, dass die ersten Auswertungen in der Börde-Klause bereits am gleichen Tag, vorgenommen werden sollen. Danke in diesem Zusammenhang an Dennis, der trotz Ruhetags, die Bördeklause wohl öffnen will, sofern alle 28 Nikschups voller Magdeburger Manneskraft, glücklich und pünktlich um 15 Uhr auf dem MSV-Spielfeld auflaufen.

Rückfahrt vom Hotel (Google maps)
Börde Klause (privat)

Gehe davon aus, dass alle nach Ankunft berichten werden „Ez egy nagyszerű túra volt“ („Das war eine tolle Tour!“).

Einmal-Immer

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