FUSSBALL WIRD NICHT IN DER BEZIRKSLEITUNG GESPIELT SONDERN AUF DEM RASEN: Als vor einer Woche unser CLUB gegen ZWICKAU zu Hause „nur“ 0:0 spielte, könnten diese beiden verschenkten Punkte auch als vorfristige Ehrung unseren großen Trainers anlässlich seines heutigen hundertsten Geburtstages verstanden werden. Denn genau in diesem SÄCHSISCHEN ZWICKAU, genauer gesagt im Ortsteil PLANITZ erblickte HEINZ heute vor 100 Jahren das Licht der Welt. Selbst Fußballer nach dem Krieg gewesen, musste er seine Töppen wegen einer schweren Verletzung schon frühzeitig an den berüchtigten Nagel hängen. Der erste DDR-MEISTER, die SG PLANITZ hatte aber zuvor das große Glück HEINZ KRÜGEL in seinen Reihen zu wissen. Im Finale gegen FREIIMFELDE HALLE, welches die SG PLANITZ mit 1:0 gewann, war HEINZ aber als damals 27-Jähriger nicht mit dabei, jedoch seine Freude dürfte doppelt groß gewesen sein, so wie später auch, denn nicht nur PLANITZ gewann das Match damals in Leipzig vor 40.000 Zuschauern sondern es wurde auch gegen HALLE gewonnen.


HEINZ spielte dann bis 1950 noch in CRIMMITSCHAU, wo er 29-jährig wegen einer schweren Knieverletzung dann seine spielende Karriere beenden musste. Viele Trainerstationen folgten unter anderem zunächst SÄCHSISCHER LANDESTRAINER, ROSTOCK, EINHEIT LEIPZIG und igittigitt HALLE, bis er 1966 unseren damals zweitklassig spielenden CLUB übernahm. Auch als Nationaltrainer der DDR-Auswahl war er tätig gewesen. Mit dem FCM folgte der sofortige Aufstieg und die MAGDEBURGER ERFOLGS-ÄRA war geboren. Die ganzen sensationellen Momente bis 1976 will ich hier gar nicht aufzählen, da das ja sowieso jeder NIKSCHUP weiß und kennt. Seine Degradierung durch die Bonzen der SED 1976 war mit Sicherheit ein Schock für den gesamten MAGDEBURGER FUSSBALL. Aber er machte im GERMERSTADION unterklassig und offiziell als Platzwart angestellt weiter. Später nach der Wende wurde HEINZ dann durch den DFB 1996 rehabilitiert. Im Sprachgebrauch heißt unser Stadion bereits HEIN KRÜGEL-STADION, kurz HKS. Wie die FCM-FANS 2018 feststellten, schaffte es bisher genau nur ein Trainer, nämlich JENS HÄRTEL, neben HEINZ KRÜGEL halbwegs als vollständig respektierter Trainer Akzeptanz zu genießen. Vermutlich würde sich HEINZ KRÜGEL, im Übrigen der Trainer, der mit 10 Jahren die längste FCM-Amtszeit für sich verbuchen konnte, wohl im Grab umdrehen, wenn er sehen würde , welches Trainermaterial in den letzten Jahren den FCM-Fans so serviert wurde.


Beeindruckend, nein eigentlich sensationell war sein Auftritt in der Eichelschanze im November 2007. Genau 90 Minuten, wie sollte es auch anders sein, dauerte seine Rede, sein Monolog. Schwierig war es ihm Fragen zu stellen. Fast jeder bekam sein Fett ab, egal ob des der Moderator („Sag mal, bekomme ich hier nichts zu trinken. Ich bin kein Trinker; ich bin Genießer ,,,“) war oder schwatzende NIKSCHUPS, wie ABARRE und HWALLWITZ („Warum quatscht ihr dazwischen. Seid ihr schwul, oder was?“) Im Tone eines Generals hatte GGALL vom großen Meister die Order erhalten, sein Sprunggelenk zur untersuchenden Demonstration durch HEINZ KRÜGEL zu entblößen. Dieser unvergessliche Abend zeigte auch, dass man in der Kabine HEINZ KRÜGEL lieber nicht widersprochen haben sollte. Und zu vermuten ist, dass HEINZ mit den SED-OBEREN ähnlich sensibel umging. Nichts desto trotz können wir NIKSCHUPS uns glücklich schätzen, den GROSSEN MEISTER mit 86 Jahren damals so hautnah und ohne jeglichen Verlust seiner Menschenführung erlebt zu haben.


Ein Jahr später ist HEINZ am 27. Oktober 2008 in MAGDEBURG verstorben. Die beiden NIKSCHUPS AMOSER und MFLACH nahmen inmitten des fast kompletten ROTTERDAM-KADERS an der Trauerfeier auf dem MAGDEBURGER WESTFRIEDHOF teil, wo die ASCHE von HEINZ KRÜGEL in einem blau-weißen Ball die letzte Ehre erfuhr. Die Beisetzung fand dann auf dem CRACAUER FRIEDHOF statt. Nicht erwähnt werden muss, das HEINZ Grabstätte einen uneingeschränkten Blick auf das nach ihm benannte HKS hat. HEINZ ruhe in Frieden. Die MAGDEBURGER FANS werden dich nicht vergessen und erst recht nicht die NIKSCHUPS. MF
TOP ….. mehr muss man gar nichts zu diesem Bericht sagen oder schreiben ….. DANKE Flachi …. und Glückwunsch Heinz zu deinem 100. Geburtstag
PS. Schade das ich 2007 noch kein NIKSCHUPER war
Schön das Du nochmal so freundlich warst und an die beiden, vermeintlich Schwulen aus der letzten Reihe, erinnert hast ich hatte diesen unverzeihlichen Fauxpas schon fast vergessen.