NIK 12 – SÜDAMERIKA-REISE – Teil VII

Willkommen zum heutigen Wettstreit, „Wer hat die bessere Reise gebucht“. In der roten Ecke das Team DELLA-BELLA-BARRE welches ja mit Hilfe ihrer Außendienstmitarbeiterin CINDY per Video-Meeting am Vortag bei einem Hydration Break cleverer Weise noch die letzten Karten für die Fahrt zum weltbekannten MACHU PICCHU ergattern konnte. Der Versuch der anderen NIKSCHUPER am gestrigen Abend, ihr erinnert euch sicherlich noch an die Fotos bei lecker Burger und Bier, ebenfalls noch Plätze für diese Tour zu ergattern, war trotz anfänglicher Zusage und auch Abbuchung der Reisekosten, leider ein Reinfall. Beim späteren Abholen dieser online gebuchten Tickets im zugewiesenen Büro war es dann nur die Gruppe DELLA-BELLA-BARRE die Erfolg hatten, weil sie einfach schneller waren. Eigentlich hatte das ORGA-Team diese Tour zum MACHU PICCHU in einer schönen Panorama-Bahn für die gesamte NIKSCHUP- Reisegruppe extra frühzeitig (ich glaube wir reden hier von über einem halben Jahr) von Deutschland aus über GetYourGuide gebucht, denn diese Tour sollte quasi das Highlight unserer Reise werden, aber der lokale Reiseführer teilte ANDREAS per Mail, am gestrigen Morgen, also einen Tag vorher, einfach mal so mit, dass er diese Tour zum MACHU PICCHU mit uns nur machen würde, wenn wir noch mal ordentlich Dollar draufpacken würden. Der genaue Wortlaut ist mir zwar nicht mehr so in Erinnerung, aber so ähnlich hat es wohl geklungen. Am Ende mussten wir, die halt keine Tickets bekommen haben, es so hinnehmen und haben dann spontan eine Alternativ-Tour gebucht. Und damit kommen wir zum ULF-Team in der blauen Ecke, welches diese Alternativ-Tour zum VALLE SAGRADO, OLLANTAYTAMBO und den Salzminen mit anschließendem Mittagessen vom Buffet gebucht hat. Ihr als Leser könnt ja am Ende dieses Berichts unten in der Kommentar-Spalte mal abstimmen, welche dieser beiden Reisen euch anhand der Fotos besser gefallen hätte oder hat, wobei auch Doppelabstimmungen durchaus erlaubt sind. Für das ULF-Team ging es nach dem Frühstück per Bus erst einmal in ein klassisches peruanisches Dorf, wo wir auf die traditionelle Lebensweise der Bevölkerung eingestimmt wurden. Dort werden nicht nur Lamas und Alpacas gehalten, sondern die gewonnene Wolle der Tiere auch direkt vor Ort gesponnen, gefärbt, gewebt und zu traditioneller Kleidung weiterverarbeitet und natürlich auch direkt an Touristen wie uns verkauft. Unser ULF zeigte sich dort sehr interessiert und natürlich wurde auch MOSI sofort fündig.

Die Gruppe DELLA-BELLA-BARRE hatte die etwas weitere Anreise und musste somit recht früh aufbrechen, während das ULF-Team ja noch in Ruhe im Hotel frühstücken konnte. Dafür war die Anreise via Panorama-Zug zum MACHU PICCU aber sicherlich beeindruckender, als in einem schnöden Bus zu sitzen und wenn man wie ZOPPI einfach mal aus der Reihe tanzt und sich nicht an die klaren Ansagen des lokalen Reiseführers hält, dann kann man auch mit einer Gruppe tanzender, gut gelaunter und trinkfester Frauen im Luxusbereich des Zuges abfeiern. Diese Fahrten in dem PeruRail Vistadome oder dem Inca Rail 360° sollen wohl auch zu den berühmtesten und auch schönsten Zugfahrten der Welt zählen, was die Reisegruppe DELLA-BELLA-BARRE im Nachhinein auch durchaus bestätigen konnte. Durch die großen Dach- und Seitenfenster hat man einen wundervollen und freien Blick auf die ANDEN und den URUBAMBA-Fluss und kommt schließlich in AGUAS CALIENTES (auch MACHU PICCHU PUEBLO genannt), dem Fußpunkt der Zitadelle an, von wo es dann per Bus weiter zum MACHU PICCHU geht.

Für das ULF-Team ging es dann per Bus weiter nach VALLE SAGRADO, auch das Heilige Tal genannt. Hierbei handelt es sich um ein besonders fruchtbares Tal welches auch das Zentrum für die landwirtschaftliche Tätigkeit der Inkas bildete. Bewässert wird dieses Tal vom Río Urubamba und die Inkas legten mit Hilfe von Terrassen ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem für die Bepflanzung des Tals an. Diese Terrassen werden auch heute noch von der lokalen Bevölkerung genutzt, welche dort Kartoffeln, Getreide, Gemüse, Obstbäumen und Zierpflanzen anbauen. In diesem Tal herrscht ein spezielles Mikroklima, das vielen Tieren und Pflanzen Raum zur Entfaltung bietet. Das alles weiß ich aber nur durch ULF. Wir hatten diese Reise ja extra mit deutscher Reiseführung gebucht, aber die deutschen Sprachkenntnisse des lokalen Guides beschränkte sich auf dessen Begrüßung „Hallo Boys“ und einer gestammelten Information, die für mich so klang als habe er mal mit dem Finger im Schulatlas über Deutschland gewischt, oder so ähnlich. Zum Glück hatte er aber noch einen zweiten Mann dabei, welcher zumindest der englischen Sprache mächtig war und so kam der gute ULF in den Genuss seine Reiseführer-Fähigkeiten zu testen indem er alles Gesagte für uns übersetzte. Das hat der gute ULF auch super gemacht und so kam unsere Gruppe dann auch völlig zu recht zu ihrem Namen. Und sollte die aktuelle Regierung in BERLIN ihren Sparkurs im Gesundheitswesen so fortsetzen, dann braucht sich ULF definitiv keine Sorgen um seine berufliche Zukunft machen.

Das nächste Ziel auf unserer Tour waren die Salzminen Maras. Versteckt im Hochland Süd-Perus befinden sich die sogenannten SALINERAS de MARAS. In einer Bergschlucht, nicht unweit von CUSCO, ist im Laufe der Jahrhunderte ein Mosaik an weiß-braunen Salzfeldern entstanden und laut unserem Reiseführer, was ULF im akzentfreien Deutsch übersetzt hat, sollen es wohl 4000 Felder sein. Bereits zu Zeiten der Inka wurde hier Steinsalz, das sogenannte „Weiße Gold“ abgebaut und die Nachfahren jener Hochkultur ernten bis heute das beliebte Sal de Maras, welches auch ins Ausland exportiert wird. Natürlich wurden wir dann auch gleich in eine entspreche Verkaufseinrichtung gefahren um uns dort mit ausreichend Salz einzudecken.

Inzwischen war auch die Gruppe DELLA-BELLA-BARRE endlich am MACHU PICCHU angekommen, eine von den Inka gegründete Stadt hoch in den peruanischen Anden über dem Tal des Río Urubamba. Diese Stadt wurde im 15. Jahrhundert in 2.430 Metern Höhe auf einem Bergrücken zwischen den Gipfeln des HUAYNA PICCHU und des Berges gleichen Namens MACHU PICCHU in den Anden über dem Urubamba-Tal der Region CUSCO, knappe 75 Kilometer nordwestlich der Stadt Cusco gelegen, erbaut. MACHU PICCHU bedeutet übersetzt wohl „Alter Berg“, aber da frage ich bei Gelegenheit am besten noch mal bei ULF nach. Auf jeden Fall ist diese Anlage eine der am besten erhaltene Ruinenstadt in PERU und berühmt für ihre raffinierten Trockenmauern, zu denen riesige Steinblöcke ohne Mörtel aufgeschichtet wurden. Diese terrassenförmige Stadt war und ist sowohl über einen schmalen Bergpfad mit einer kleinen Anlage im Gipfelbereich des HUAYNA PICCHU als auch über vergleichsweise größere Inka-Pfade mit der einstigen Hauptstadt des Inkareiches CUSCO und den Ruinen von Llactapata verbunden. 1983 nahm die UNESCO die Stadt MACHU PICCHU zusammen mit dem umliegenden Schutzgebiet Santuario Histórico de Machupicchu in die Liste des Weltkulturerbes auf. Also der perfekte Ort für NIKSCHUP um hier mal wieder ganz deutlich Flagge zu zeigen, was die Gruppe DELLA-BELLA-BARRE auch ausreichend tat.

Für das ULF-Team ging es dann weiter in Richtung PISAC. Diese Stadt befindet sich am südöstlichen Ende des VALLE SAGRADO und wurde wohl zur Verteidigung des Heiligen Tals gegründet. Etwas außerhalb dieser Ortschaft befinden sich die archäologischen Stätten von PISAC, mit dem größten Inka-Friedhof Amerikas, einer Zitadelle und kleinen Türmen. Was wir allerdings völlig verpennt hatten zu probieren ist das dortige Mais-Bier der Inkas, genannt Chicha, aber ehrlich gesagt kann ich mich auch nicht erinnern, das uns dieses irgendwo explizit angeboten wurde. Unser Ziel hier war OLLANTAYTAMBO, die westlichste Stadt im Heiligen Tal der Inkas und für unser ULF-Team quasi eine Art Ersatz MACHU PICCHU, aber ehrlich gesagt nicht weniger schön anzusehen. Dieses Tal wird von einer militärischen Festung dominiert, die den Westeingang schützte und ist gleichzeitig der Ausgangspunkt für eine Wanderung auf dem sogenannten Inka-Pfad nach MACHU PICCHU. Hier findet man auch einen größeren Terrassen-Komplex, welcher für die Landwirtschaft genutzt wurden, Lagerhäuser und einige religiöse Stätten. Diese Festung liefert auch den Beweis, dass es schon den Inkas gelang, erdbebensicher zu bauen. Den ganzen Komplex konnte man auch zu Fuß besichtigen, indem man die vielen Treppen den steilen Hang hinaufklettert, aber darauf haben wir dann dankend verzichtet. Nach dieser Tour ging es dann erst einmal per Bus zum Mittagessen wo wirklich ein reichhaltiges Buffet aufgebaut wurde und wir endlich mal unsere trockenen und durstigen Kehlen löschen konnten. Der Sportfreund MOSER war zu diesem Zeitpunkt schon derart dehydriert, dass es fast zu einer Meuterei kam. An das letzte Ziel auf unserer Reise kann ich mich ehrlich gesagt namentlich dann schon gar nicht mehr erinnern und dies lag nicht an dem einen gerade getrunkenen Bier, aber es ging wieder einmal um irgendwelche Terrassen und Steine.

Damit war dieser Tag aber noch lange nicht zu Ende, denn zum Abend hin besuchten wir in CUSCO dann noch das COPA LIBERTADORES Spiel vom CUSCO FC gegen INDEPENDIENTE MEDELLIN, welches am Ende 2:3 ausging, wir aber nicht bis zum Ende verfolgten. Erwähnenswert sind hier auf jeden Fall der zuschauerfreundliche Eintrittspreis von gerade einmal 4 Dollar, aber auch die weniger erfreuliche Einlasskontrolle. Ein Angegrabbel, wie man es aus deutschen Stadien vor allem als Auswärtsfahrer kennt, was oft schon als sexueller Übergriff gewertet werden kann, gab es hier zwar nicht, dafür haben die Peruaner aber offensichtlich ein ganz anderes Fetisch. Ihnen geht es um Gürtel, die im Stadion scheinbar überhaupt nicht gewünscht sind und die einem, bevor man sich versieht, blitzschnell von vermeidlichen Straßenkindern abgenommen werden. Dafür erhält man dann irgendein Stück Holz mit einer Nummer drauf und wie wir später erlebten, bekommt man diese dann gegen Zahlung einer kleinen Aufbewahrungsgebühr nach dem Spiel wieder zurück. Sollte man allerdings wie wir das Spiel wegen Kälte und einem kaum ertragbaren spielerischem Niveau frühzeitig verlassen, sucht man diese kleinen Gürteldiebe aber vergebens. Also zogen wir uns erst einmal bis zum Ende des Spiel in eine gemütlichere Lokation in Stadionnähe zurück und gönnten uns dort ein paar leckere Getränke, bevor wir dann einen zweiten und erfolgreicheren Versuch starteten unsere Gürtel zurückzubekommen.

 

1 Kommentar zu „NIK 12 – SÜDAMERIKA-REISE – Teil VII“

  1. Wiedermal ein toller Bericht. Gewonnen haben wir alle, also rote und blaue Ecke. Beide Reisen klingen interessant. Und erstaunt bin ich über dein Erinnerungsvermögen. Da hast du auf der Reise vermutlich viele Spickzettel geschrieben. :-)))))

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