Magdeburg ist für den Start der Tour de France gerüstet

Beinahe pünktlich am Samstag, 19.09.2026 um 10 Uhr trafen sich 18 Waghalsige, die Nummer 20 der Nikschup-Jubiläumsveranstaltungen in Angriff zu nehmen.

Die Teilnehmer traten kurz danach, vor dem MAWA Hauptquartier, in 2 Gruppen an die Ziellinie. Beide Teams waren bereit, sich an unterschiedlich (über)langen Strecken abquälen zu wollen. Respektvoll wurde von Streckenlängen von 23 bis knapp 100 km, mit teilweise enormen Anstiegen und Gegenwind gemunkelt.

Es galt, die Leistungsbereitschaft der Magdeburger Jungs den internationalen Radsportverbänden eindrucksvoll vor Augen zu führen.

Damit sollte sichergestellt werden, dass ein zeitnaher Beginn der Tour de France, in der Stadt der UNBESIEGBAREN, nun nicht mehr in Frage gestellt werden kann.

Die Gruppen waren gut voneinander zu unterscheiden. Die Radfahr-Cracks, geleitet von Tobi, erschienen mit Fahrrädern, deren Preis einem immer wieder beim Zwiebelschälen einfällt sowie Radtrikots inklusiven, integriertem Schutz des Hintern.

im MAWA-Hauptquartier, Fahrtaktiken werden besprochen
vorm MAWA Hauptquartier -beide Spitzenteams vereint

Viele fragten sich dennoch, ob die enganliegende Kleidung jedem zum Vorteil reiche, aber – ohne Namen zu nennen- jedem nach seinem Gusto.

In der zweiten Radgruppe fanden sich die mehr oder weniger erfahrenen Radfanatiker wieder, die mit unterschiedlich stark motorisierten E-Bikes ihre noch verbliebene Trittkraft demonstrieren wollten. Es war jedoch offensichtlich erkennbar, als hätten sie es nicht nur auf Kantenwind, sondern auch auf Landschaft und kulinarische Leckerbissen oder Schluckmöglichkeiten, abgesehen.

Der feuchte Zahn, mit wunderschön an der Elbe gelegenen Lokalitäten (Mosi, Babsi und Rainer wussten davon zu berichten) wurde diesen Unbelehrbaren aber gleich zu Beginn von Andreas gezogen.

Andreas Vorgabe, vor der Profigruppe das Etappenziel auf seiner Hazienda am Jersleber See, auf kürzesten Weg, erreichen zu müssen, erzeugte bei allen Hoffnungsvollen ein wahrnehmbares Murren, was aber wegen Andreas Hartnäckigkeit über die Zeit verstummte.

So versuchte es anfangs Rainer noch, nach Abfahrt der Trikotträger, durch eine raffiniert inszenierte Panne die Gruppenabfahrt verhindern zu können. Doch ein zügig durchgeführter Schlauchwechsel von Micha, ließen, die dann Desillusionierten, doch noch zur Sprintstrecke antreten.

Dank eines Höllentempos von teilweise an die 25 km/h verging die Zeit der E-Biker bis zum Jersleber, vorbei an bisher unbekannten Industrie-, Gewerbeflächen, wie im Fluge. Dort wurden wir schon von Cindy freudig empfangen, die das Eintreffen der beiden Gruppen perfekt vorbereitet hatte. Kaum war das Fahrrad abgestellt, konnten verschiedene hervorragend gekühlte Getränke konsumiert werden.

Auch vom Damm des Mittelland-Kanals ist die Renntruppe nicht zu sehen
Ankunft hechelnder und abgeschlagener Profis am Jersleber

Leider wurde das Leistungsvermögen der Renntruppe, stark überschätzt, so dass sich die bereits Angekommenen – gefühlt ewig – auf ihr Eintreffen und damit auf die von Cindy perfekt gegrillten Rostbratwürste und köstlichen Beilagen warten mussten.    

Cindy kümmert sich um alles, auch um die leckeren Bratwürste
Die Stärkungen tuen allen gut

Kurz nach Ankunft der oftmals sichtlich hechelnden Radprofis, die sich nicht nur aus Nikschups sondern auch aus hoffnungsvollen Nikschup-Kandidaten aus den Radvereinen MAWA und MAXIM zusammensetzten, stellte Andreas dann die Gretchenfrage. Wer wolle auf eine Fahrradrückfahrt verzichten und mit ihm per Bus zurück in den MAWA-Flagstore fahren? Die Plätze im Bus waren in Windeseile weg, sicherlich vergleichbar mit dem oftmals vergeblichen Versuch Bayern Karten zu erwerben.

Da natürlich nicht alle Willigen einen bequemen Sitz im Bus bekamen, erklärten sich die Heroen Mosi und Micha todesmutig bereit, mit den Wahnsinnigen die verlängerte Rücktour über Heyrothsberge zu wagen.

Zur Aufmunterung, die Rücktour anzugehen und ihren Dank an die Gastgeber Cindy und Andreas auszudrücken, forderten dann Andre und Schnappi alle anderen vehement auf, ihren Lieblingsspruch – anklatschend – hören zu dürfen ….. klatsch, …. klatsch, … klatsch, .. klatsch, .klatsch, Fußballklub Magdeburg, Fußballklub Magdeburg!, was in allen Gesichtern eine dankbare Wärme zu erzeugen schien.

Es war dann für den Aufbruch auch Eile geboten, da Ralle Plack sich als Ehrengast und Radversteher zu 16 Uhr im MAWA Quartier angesagt hatte.

Die Glücklichen erreichen als erste das Ziel
Ralle erhebt Anspruch auf die schwindenden Vorräte

Kaum war Ralle begrüßt, stellten sich schon Versorgungsschwierigkeiten ein. Visionäre erkannten schnell, dass trotz einiger Kästen Bier und angedacht ausreichendem Mischpotential die Reserven zeitnah endlich waren.

Dank einiger von Andreas hitzig geführter Telefonate, sicherlich auch den immensen Druck der Gruppe im Nacken spürend, erschienen dann Michi (Chef der MAWA) und Erwin, wie von Geisterhand und gerade noch rechtzeitig, mit gewünschtem Nachschub.

Die Retter, Michi und Erwin sind eingetroffen und nach bleiernen Momenten kommt wieder Freude auf

So konnten die Gesprächsrunden noch besinnlich zu Ende geführt werden und so hoffe ich, wird eine weitere Nikschup-Veranstaltung den Anwesenden in toller Erinnerung bleiben.

Für Mischungen sind Prego und Schnappi kein Weg zu weit
Rainer und Thomas fabulieren über die jeweiligen Streckenprofile

Besonderer Dank an Cindy, Andreas, Tobi und unseren beiden Nachschub-Versorger sowie für einen sicheren Transport meines Fahrrads.

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